Plauen am 1. Mai 2016 – Nazi-Krawalle, Antifa-Aktionen und Polizeigewalt

Der 1. Mai in Plauen ist vorbei. Seit Monaten hatten antifaschistische Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet gegen die geplante Demonstration der NS-Partei „Der III. Weg“ mobilisiert. Aufgerufen hatten unter anderem die Antifaschistischen Gruppen des Vogtlands, die Leipziger Gruppierungen the future is unwritten und Antifa Klein-Paris, die FAU Dresden, der Infoladen Jena, die Anita F aus Regensburg, Antifas aus Roßwein-Döbeln-Leisnig und auch das ums-Ganze-Bündnis samt der bundesweiten Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“. Letztere hatte eine Doppelmobilisierung gegen den AfD-Parteitag in Stuttgart am 30. April und gegen die sächsischen Verhältnisse und den III. Weg am 1. Mai in Plauen durchgeführt.

Um 9 Uhr begann eine antifaschistische Demonstration unter dem Motto „Time to Act! Nationalismus ist keine Alternative – Für einen emanzipatorischen Antikapitalismus!“ am Oberen Bahnhof in Plauen. Dort sollte ebenfalls um 11 Uhr die Demonstration der Nazis beginnen. Aufgrund polizeilicher Restriktionen konnte unsere Demonstration allerdings nur mit massiver Verspätung loslaufen. Zahlreiche der Busse mussten sich bereits auf der Autobahn Vorkontrollen unterziehen und kamen erst verspätet in Plauen an. Gleichzeitig verlangte die Polizei eine Personalienfeststellung aller unserer Ordner_innen, was erst mit Hilfe unserer Anwältin abgewehrt werden konnte. Um kurz vor 11 konnte die mit 1200 Teilnehmer_innen gut besuchte Demonstration loslaufen. Weiterlesen

PM: Die Angst vor den “Linksautonomen” – Antifa-Bündnis übt Kritik am “Runden Tisch”

P R E S S E – M I T T E I L U N G # 2

des antifaschistischen “TIME TO ACT!”-Bündnisses zum 1. Mai in Plauen

Die Angst vor den “Linksautonomen” – Antifa-Bündnis übt Kritik am “Runden Tisch”

Im Zuge der Vorbereitung der antifaschistischen Proteste am 1. Mai in Plauen hat der von Stadt und Landkreis finanzierte “Runde Tisch” sich von sogenannten “Linksautonomen” distanziert. Das Antifa-Bündnis “TIME TO ACT!” reagiert auf diese Äußerungen mit scharfer Kritik. Bereits zuvor hatten Teile der Öffentlichkeit ein dramatisiertes Bild von der zu erwartenden Situation am 1. Mai in Plauen gezeichnet und sich dabei auf schlecht recherchierte Fakten gestützt. Am 1. Mai werden bis zu 1000 Nazis auf einer Demonstration der nationalsozialistischen Partei “Der III. Weg” erwartet. Dagegen mobilisiert das “TIME TO ACT!”-Bündnis zu einer bundesweiten Demonstration in Plauen.

Weiterlesen

Absurde Haltung des Runden Tisch zum 1.Mai – PM der Linksjugend Vogtland

Die Linksjugend Vogtland kritisiert in einer Pressemitteilung die Diffamierung von antifaschistischem Gegenprotest durch den Runden Tisch in Plauen.

Am 1. Mai werden in Plauen vermutlich bis zu 1.000 militante Neonazis in Plauen aufmarschieren. Plauen und das Vogtland wird dabei immer mehr zu einem beliebten Standort der neonazistischen Kleinstpartei „Der Dritte Weg“, die diesen Aufmarsch prägt. Der „Runde Tisch“ scheint am 1. Mai dabei eine Strategie des Wegschauens zu fahren.

„Völlig absurd ist auch, dass Frau Weyer vom Runden Tisch gegenüber der Freien Presse sich vor allem erst einmal von „Linksautononmen“ distanziert“ meint Josephine Tischner, Sprecherin der linksjugend [’solid] vogtland.

„Das Problem am 1.Mai in Plauen sind Neonazis, die ihre nationalistische und antisemtische Propaganda auf die Straße tragen wollen und nicht jene, die den Protest dagegen organisieren.“ so Tischner weiter.

Wir, die linksjugend [’solid] vogtland, wollen unseren Protest gegen Nazis und für einen emanzipatorischen Antikapitalismus am 1.Mai in Plauen gemeinsam mit anderen

Antifaschist*innen zum Ausdruck bringen. Dies wollen wir unter anderem auf der „time to act“-Demonstration tun. Los geht’s 9 Uhr am Oberen Bahnhof. Wir sind solidarisch mit allen die sich mit zivilem Ungehorsam dem Naziaufmarsch entgegenstellen wollen.